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Diagnostik der Herzinsuffizienz – das sollten Sie wissen

Bei der Herzinsuffizienz-Diagnostik stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um dem Patienten ein eindeutiges Ergebnis zu liefern. Neben der körperlichen Untersuchung sind apparative Techniken wie die Echokardiographie oder das Kardio-MRT essenziell. Labor und Blutwerte liefern zudem wichtige Hinweise. Dabei spielen vor allem die BNP (Brain Natriuretic Peptide; B-natriuretisches Peptid)-Werte eine wichtige Rolle.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Kommen Patienten mit Anzeichen einer Herzinsuffizienz zu Ihnen, erfolgt in der Regel zunächst eine ausführliche Anamnese. Dadurch sammeln Sie erste Hinweise und können – zusammen mit weiteren Untersuchungsergebnissen – die Herzinsuffizienz in NYHA-Stadien einteilen. Beim Gespräch fragen Sie vor allem die Familiengeschichte ab und holen Informationen über vorherige kardiovaskuläre Ereignisse ein. Zudem beschreibt der Betroffene dem Arzt seinen aktuellen gesundheitlichen Zustand. Beschwerden wie Flüssigkeitsretentionen oder Dyspnoe sollten hier in Erfahrung gebracht werden. An die Befragung schließt sich dann die körperliche Untersuchung an, bei der Sie neben der Feststellung des Blutdrucks verschiedene Herzinsuffizienz-Marker untersuchen können.

Folgende Gegebenheiten gilt es zu prüfen:

  • Erhöhter Jugularvenendruck: Dabei wird der Füllungszustand bei 45 Grad Oberkörperhochlagerung und leicht rekliniertem Kopf überprüft.
  • Vorhandener dritter Herzton: Checken Sie, ob ein verbreiterter und verlagerter Herzspitzenstoß vorliegt.
  • Pulmonale Rasselgeräusche: Treten diese auch nach dem Husten auf?
  • Irregulärer Puls oder Tachykardie: Liegt eine Herzfrequenz von über 90 bis 100 Schlägen pro Minute vor?
  • Ödeme: Meist sind sie in der Peripherie zu finden und gehen mit einer Gewichtszunahme aufgrund der Wassereinlagerungen einher.

 

Zu der Diagnostik bei Herzinsuffizienz gehört außerdem die Untersuchung bestimmter Blutparameter.

Blutwerte und Labor-Diagnostik bei Herzinsuffizienz

Die Ermittlung der Blutwerte im Labor ist wichtig, um die Ursache und mögliche Begleiterkrankungen der Herzinsuffizienz festzustellen. So können Diabetes mellitus, Elektrolytstörungen oder eine Niereninsuffizienz erkannt werden. Aber auch in der Herzinsuffizienz-Diagnostik spielen die Blutwerte eine wichtige Rolle. Genaugenommen haben sich BNP- (B-natriuretisches Peptid) beziehungsweise NT-proBNP-Werte als kardiale Marker durchgesetzt. BNP wird von speziellen Kardiomyozyten synthetisiert – erhöhte Werte können auf eine Herzinsuffizienz hindeuten. In der Tabelle sehen Sie die normalen NT-proBNP und BNP-Werte für Männer und Frauen.1

 

Parameter Männer Frauen
BNP < 100 pg/ml < 150 pg/ml
NT-proBNP unter 50 Jahre: < 155 pg/ml unter 50 Jahre: < 84 pg/ml

 

Bei der Bestimmung der BNP-Werte muss die beim Patienten durchgeführte Therapie beachtet werden. Eine Behandlung mit einem Neprilysin-Inhibitor beispielsweise hemmt die Bildung von BNP. Der Spiegel im Blut korreliert dann nicht mehr mit einer möglichen Herzinsuffizienz.

Zusätzlich ist es ratsam, folgende Werte im Labor bestimmen zu lassen, um eine vollständige Diagnostik der Herzinsuffizienz zu erhalten:

  • Harnstoff, Kreatinin
  • Elektrolyte
  • Y-GT (Gamma-Glutamyltransferase)
  • TSH (Thyrotropin)
  • Gesamteiweiß, Albumin

 

Für speziellere Fragestellungen, die zum Beispiel einen Myokardinfarkt ausschließen sollen, müssen weitere Werte, wie der CK-MB (creatine kinase MB)-Wert, bestimmt werden.


Referenzen 

  1. Laborlexikon: BNP. URL: http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/b/BNP.htm (04.12.2019).
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