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Therapie der Herzinsuffizienz

Die Therapie einer Herzinsuffizienz verfolgt zwei wesentliche Ziele: die Prognose zu verbessern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu steigern. Welche Optionen Sie dafür haben, erfahren Sie hier.

 

Herzinsuffizienz: Therapie mit Medikamenten

Um die Prognose einer Herzinsuffizienz zu verbessern sowie eine Symptomlinderung herbeizuführen, ist eine medikamentöse Behandlung in der Regel unausweichlich. Allerdings: Bei der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (Heart Failure with preserved Ejection Fraction, HFpEF) erzielen Medikamente wenige bis gar keine Erfolge. In diesem Fall gibt es bislang keine Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu beeinflussen, es besteht lediglich die Möglichkeit der symptomatischen Therapie.1

Für die Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (Heart Failure with reduced Ejection Fraction, HFrEF) gibt es dagegen eine Reihe von Medikamenten, die günstig auf den Verlauf wirken können.2 Sie lassen sich in prognoseverbessernde und beschwerdelindernde Mittel gliedern.3 Zu den Substanzen, die zu einer Prognoseverbesserung führen können, zählen:

  • ACE-Hemmer
    ACE-Hemmer wirken am Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) und blockieren das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE). Damit verringert sich die Bildung des vasokonstriktorisch wirkenden Angiotensin II aus Angiotensin I.2 Die resultierende Vasodilatation senkt die Nachlast des Herzens, der Blutdruck sinkt. ACE-Hemmer können in allen NYHA-Phasen Anwendung finden.3
  • Angiotensin-Rezeptor-Blocker
    Die Wirkweise von Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB), auch AT1-Rezeptor-Blocker oder kurz Sartane genannt, ähnelt der von ACE-Hemmern.2 Die Nationale Versorgungsleitlinie empfiehlt die Behandlung mit Sartanen, falls eine ACE-Hemmer-Unverträglichkeit vorliegt.3
  • Beta-Rezeptoren-Blocker
    Beta-Rezeptoren-Blocker regulieren langfristig die Stimulation der Neurohormone, d. h., die Auswirkungen von Noradrenalin und Adrenalin auf Organe wie das Herz werden blockiert, Herzfrequenz und Blutdruck sinken, das Herz wird entlastet.2 Die Arzneimittel kommen bei klinisch stabilen, symptomatischen Patientinnen und Patienten in den NYHA-Stadien II bis IV zur Anwendung. Bei Hypertonie oder nach einem Myokardinfarkt sind sie auch im Stadium NYHA I angezeigt.
  • Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten
    Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten hemmen Aldosteron, verstärken damit die Wasserausscheidung und entlasten damit das Herz. Anders als früher gilt seit einigen Jahren die Empfehlung, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht erst im fortgeschrittenen Stadium, sondern bereits ab NYHA II einzusetzen.4
  • ARNI
    Der Angiotensin-Neprilysin-Inhibitor (ARNI) ist eine Kombination aus einem AT1-Rezeptor-Antagonisten und einem Neprilysin-Inhibitor. Mit diesem Wirkprinzip lässt sich gleichzeitig das RAAS dämpfen und der Abbau natriuretischer Peptide, vor allem des Brain Natriuretic Peptide und des Atrial Natriuretic Peptide, hemmen. 5 Die Folge ist unter anderem eine Vasodilatation und eine reduzierte Sympathikusaktivität, außerdem steigt die glomeruläre Filtrationsrate.5 Ein ARNI ist indiziert bei Erwachsenen mit einer symptomatischen, chronischen HFrEF. 
  • Diuretika
    Zu den symptomlindernden Medikamenten gehören Diuretika. Sie erhöhen die renale Kochsalz- und Wasserausscheidung und wirken teilweise vasodilatatorisch, auf diese Weise senken sie Vor- und Nachlast.6 Diuretika führen häufig zu einer raschen Besserung von Symptomen wie Luftnot und Ödemen.2 Patientinnen und Patienten ab NYHA-Stadium III sowie solche in Phase II mit Flüssigkeitsretention kommen für eine Therapie mit Diuretika infrage.3

 

Was können Sie Patientinnen und Patienten noch raten?

Nach der Diagnose einer Herzinsuffizienz haben viele Patientinnen und Patienten die Frage, was sie selbst tun können, um ihre Situation zu verbessern. In jedem Fall müssen sie versuchen, mögliche Risikofaktoren wie das Rauchen auszuschalten. Sie sollten sich genau an die verordnete medikamentöse Therapie halten und eine herzgesunde Ernährung sowie Bewegung in ihren Alltag integrieren. Auch tägliche selbstständige Gewichtskontrollen gehören dazu, bei einem Anstieg sollte möglichst bald eine Kontrolluntersuchung erfolgen.3 

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Der medizinische Infoservice ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.

 

Referenzen

  1. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.: Herzinsuffizienz vom HFpEF-Typ: Deutsche Kardiologen wollen endlich die Wende in der Therapie: kardiologie.org/herzinsuffizienz/herzinsuffizienz-vom-hfpef-typ--deutsche-kardiologen-wollen-endl/16216272 
  2. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/herzschwaeche/was-ist-her...
  3. Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, www.awmf.org, Registernummer nvl – 006
  4. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.: Herzinsuffizienz: Neue Behandlungsempfehlungen der Europäischen Kardiologen-Gesellschaft. https://dgk.org/pressemitteilungen/2012-herbsttagung/2012-ht-aktuelle-pm...
  5. Fachinformation Entresto: https://www.fachinfo.de/pdf/020891
  6. Powerpointpräsentation der Universität Wien: https://www.meduniwien.ac.at/hp/fileadmin/zpp/downloads/Todt-Herzblock-S...