Therapie von Herzinsuffizienz: Sind Sie auf dem neuesten Stand?

Die Diagnose einer Herzinsuffizienz wirft Betroffene häufig aus der Bahn. Der behandelnde Arzt muss seinen Patienten umfänglich aufklären und eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten veranlassen. Ziel ist es, die Prognose der Herzinsuffizienz sowie die Lebensqualität der Erkrankten zu steigern. Ob Sie mit den neusten Leitlinien und Behandlungsmöglichkeiten vertraut sind, erfahren Sie hier.
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Zur Diagnose einer Herzinsuffizienz sind mehrere Methoden nötig.
Nur die Hälfte aller Herzinsuffizienz-Patienten befolgt die Behandlung.

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Herzinsuffizienz: Therapie mit Medikamenten

Um die Prognose einer Herzinsuffizienz zu verbessern sowie eine Symptomlinderung herbeizuführen, ist eine medikamentöse Behandlung unausweichlich. Allerdings: Bei der HFpEF (Heart Failure with preserved Ejection Fraction) erzielt diese Maßnahme wenige bis gar keine Erfolge. In diesem Fall gibt es bislang keine Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu beeinflussen. Mediziner können ihren Patienten einzig bei der Linderung der Beschwerden helfen.1 

Hingegen eignet sich der Einsatz von Medikamenten bei einer Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion, HFrEF (Heart Failure with reduced Ejection Fraction).2 Je nachdem, welche Grund- und Begleiterkrankungen vorliegen, empfehlen Mediziner unterschiedliche Präparate zur Therapie der Herzinsuffizienz. Sie lassen sich in prognoseverbessernde und symptomlindernde Mittel gliedern.3 Zu den Mitteln, die zu einer Prognoseverbesserung führen können, zählen:4

  • ACE-Hemmer
    Sie blockieren das Angiotensin-Converting-Enzym, wodurch wiederum die Bildung Angiotensin II aus Angiotensin I reduziert wird.5 Das beeinflusst das Renin-Angiotensin-Aldosterin-System (RAAS-Hemmer):6 Die Nachlast des Herzens nimmt ab, da sich die Gefäße erweitern und somit der Blutdruck sinkt. Eine Retention von Natrium und Wasser führt außerdem zur Vorlastsenkung.7 ACE-Hemmer finden in der Regel in allen NYHA-Phasen Anwendung.8
  • Angiotensin-Rezeptor-Blocker
    Die Wirkweise von Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARB) ähnelt der von ACE-Hemmern.9 Internationale Leitlinien empfehlen die Behandlung von Herzinsuffizienz mit ARB, insofern eine ACE-Hemmer-Unverträglichkeit vorliegt.10
  • Beta-Rezeptoren-Blocker
    Sogenannte Beta-Blocker regulieren langfristig die Stimulation der Neurohormone.11 Sprich, die Auswirkungen von Noradrenalin und Adrenalin auf Organe wie das Herz werden blockiert.12 Puls sowie Blutdruck nehmen ab und das Herz schlägt langsamer – es folgt eine Reduktion der Herzlast. Die Arzneimittel kommen bei klinisch stabilen, symptomatischen Patienten, deren Herzinsuffizienz den NYHA-Stadien II bis IV entspricht, zum Einsatz. Bei Hypertonie oder nach einem Myokardinfarkt sind sie auch bei NYHA I angezeigt.
  • Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten
    Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten hemmen Aldosteron. Das Medikament unterdrückt dieses Hormon, das im Normalfall die Ausscheidung von Salz und Wasser vermindert und somit das Blutvolumen erhöht. Anders als vor einiger Zeit empfohlen, sollten Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht erst im fortgeschrittenen Stadium, sondern bereits ab NYHA II Anwendung finden.13

 
Neben den Medikamenten zur Prognoseverbesserung sollten auch symptomlindernde Maßnahmen getroffen werden. Hierbei helfen Diuretika, die sich in Thiazide, Schleifendiuretika und kaliumsparende Diuretika untergliedern. Ihnen gemein ist die renale Kochsalz- und Wasserausscheidung. Ödeme bilden sich zurück und können zu rascher Besserung der Beschwerden führen. Sie dienen demnach in Kombination mit ACE-Hemmern zur nachlastsenkenden Therapie bei Herzinsuffizienz.14 Patienten ab NYHA-Stadium III wie solche in Phase II mit Flüssigkeitsretention kommen für eine Therapie mit Diuretika infrage. 
       

Was können Sie Patienten zur Therapie von Herzinsuffizienz noch raten?

Nach der Diagnostik einer Herzinsuffizienz haben viele Patienten die Frage, was sie selbst tun können, um ihre Situation zu verbessern. Betroffene sollten in jedem Fall mögliche Risikofaktoren wie das Rauchen ausschalten. Sie müssen sich strikt an die verordnete medikamentöse Therapie halten und eine herzgesunde Ernährung sowie Bewegung in ihren Alltag integrieren. Tägliche Gewichtskontrollen stellen sicher, dass rechtzeitig interveniert werden kann.15

 

 

Referenzen

  1. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.: Herzinsuffizienz vom HFpEF-Typ: Deutsche Kardiologen wollen endlich die Wende in der Therapie. URL: kardiologie.org/herzinsuffizienz/herzinsuffizienz-vom-hfpef-typ--deutsche-kardiologen-wollen-endl/16216272 (05.12.2019).
  2. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Behandlung bei Herzschwäche. URL: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/herzschwaeche/behandlung-... (04.12.2019).
  3. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (gemeinsames Institut von BÄK und KBV): 6 Medikamentöse Therapie. NVL Chronische Herzinsuffizienz, 3. Auflage, 2019. Version 1. URL: https://www.leitlinien.de/nvl/html/nvl-chronische-herzinsuffizienz/3-auf... (04.12.2019).
  4. Ebd.
  5. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Behandlung bei Herzschwäche. URL: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/herzschwaeche/behandlung-... (04.12.2019).
  6. Alexander, Klaus u.a.: Thiemes Innere Medizin. Stuttgart/New York: Georg Thiem Verlag 1999. S. 1079.
  7. Ebd.
  8. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (gemeinsames Institut von BÄK und KBV): 6 Medikamentöse Therapie. NVL Chronische Herzinsuffizienz, 3. Auflage, 2019. Version 1. URL: https://www.leitlinien.de/nvl/html/nvl-chronische-herzinsuffizienz/3-auf... (04.12.2019).
  9. Alexander, Klaus u.a.: Thiemes Innere Medizin. Stuttgart/New York: Georg Thiem Verlag 1999. S. 1080.
  10. Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (gemeinsames Institut von BÄK und KBV): 6 Medikamentöse Therapie. NVL Chronische Herzinsuffizienz, 3. Auflage, 2019. Version 1. URL: https://www.leitlinien.de/nvl/html/nvl-chronische-herzinsuffizienz/3-auf... (04.12.2019).
  11. Alexander, Klaus u.a.: Thiemes Innere Medizin. Stuttgart/New York: Georg Thiem Verlag 1999. S. 1080.
  12. Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Behandlung bei Herzschwäche. URL: https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/herzschwaeche/behandlung-... (04.12.2019).
  13. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.: Herzinsuffizienz: Neue Behandlungsempfehlungen der Europäischen Kardiologen-Gesellschaft. URL: https://dgk.org/pressemitteilungen/2012-herbsttagung/2012-ht-aktuelle-pm... (04.12.2019).
  14. Alexander, Klaus u.a.: Thiemes Innere Medizin. Stuttgart/New York: Georg Thiem Verlag 1999. S. 1080.
  15. Alexander, Klaus u.a.: Thiemes Innere Medizin. Stuttgart/New York: Georg Thiem Verlag 1999. S. 1079.
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