8. EYEnovative Forschungspreis geht nach Berlin und Bonn

Innovative Forschung und Entwicklung zählen zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Fortschritt in der Diagnostik und Behandlung retinaler Erkrankungen. Mit diesem Forschungsgedanken wurde 2011 der EYEnovative Förderpreis von Novartis ins Leben gerufen. Der Preis, der während des Makula Updates überreicht wird, fördert die Grundlagenforschung und klinische Projekte sowie Studien aus dem Fachgebiet der Ophthalmologie und angrenzender Wissenschaften. Die Auszeichnungen gingen im April 2019 nach Berlin und Bonn.

Prof. Dr. rer. nat. Olaf Strauß von der Klinik für Augenheilkunde an der Charité in Berlin erhielt, zusammen mit Dr. Seba Almedawar, DFG Center for Regenerative Therapies, Dresden, den EYEnovative Förderpreis in der Kategorie Grundlagenforschung für ihr gemeinsames Projekt „A proof-of principle for a pharmacological treatment of rare retinal diseases: Best´s disease“. Ziel der Arbeit ist es zu beweisen, dass die Anwendung molekularer Chaperone die Möglichkeit bietet, die Best-Krankheit, eine seltene Netzhauterkrankung, der eine große Anzahl verschiedener Mutationen zugrunde liegen kann, zu behandeln.
In der Kategorie Klinische Forschung konnte Dr. med. Johannes Birtel von der Universitäts- Augenklinik Bonn überzeugen. Er widmet sich mit seinem Projekt dem Thema „In-vivo Analyse retinaler Schichten und molekulargenetische Korrelation bei monogenetischen Netzhautdystrophien“. Ziel seiner Arbeit ist es, in einem großen Kollektiv von umfassend molekulargenetisch charakterisierten Retinitis pigmentosa-Patienten Änderungen der inneren Netzhautschichten sowie spezifisch der retinalen Nervenfaserschichtdicke zu identifizieren, zu quantifizieren und mutationsspezifische Unterschiede aufzuzeigen.

Alle Projektvorschläge zum Ausschreibungsthema „Retinale Erkrankungen besser verstehen und behandeln: Innovative Forschungs- und Studienprojekte“ werden im Vorfeld des Makula Updates durch eine siebenköpfige, unabhängige Jury hinsichtlich Innovation und Nachhaltigkeit in der Forschung sowie Machbarkeit, Zeitplanung (Durchführbarkeit innerhalb von zwei Jahren) und die Expertise des Antragsstellers im jeweiligen Fachgebiet.

Preisträger 2018

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