Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen

Fachinfos zu Diagnose und Therapie

Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen hat eine kumulative Prävalenz von 0,71 Prozent und ist damit seltener als bei Erwachsenen. Durch die Chronizität, die häufig deutliche Einschränkung der Lebensqualität der betroffenen Kinder und die eingeschränkten Therapiemöglichkeiten ist eine besondere Versorgung erforderlich.

Grundsätzlich gelten für die Therapie von Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen die gleichen Ansätze wie für Erwachsene. Entsprechend der S2k-Leitlinie „Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen“ werden pädiatrische Patienten je nach Schweregrad mit topischen und systemischen Therapeutika behandelt. Allerdings gibt es für diese Altersgruppe viele Zulassungsbeschränkungen. Gleichzeitig müssen die Ratio von Körperoberfläche zu Körpergewicht sowie die altersabhängigen Unterschiede im Hautstoffwechsel beachtet werden, ebenso die Langzeitverträglichkeit und -sicherheit. Das Therapieziel ist identisch mit dem bei Erwachsenen: Symptomfreiheit bei gleichzeitig guter Lebensqualität. Dabei sollte sich die Therapie bestmöglich in den Alltag der Kinder sowie deren Eltern einfügen.1

Therapieansätze bei juveniler Psoriasis

Grundlage der Behandlung von Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen ist die Basistherapie (Basispflege).1 Entsprechend der individuellen Diagnose kommen weitere Therapieansätze wie topische Therapie, Photo- und Systemtherapie hinzu:

  • Topische Therapien sind sowohl bei leichteren als auch bei mittelschweren bis schweren Verläufen von zentraler Bedeutung.1
  • Eine Schmalspektrum-UVB-Therapie kann in Einzelfällen bei Schulkindern und Adoleszenten kurzzeitig erfolgen. Die Anwendung von PUVA (Psoralen plus UV-A) ist nicht empfehlenswert.2
  • Klassische Systemtherapeutika stehen für diese Altersgruppe nur eingeschränkt zur Verfügung, weshalb die aktuelle S2k-Leitlinie empfiehlt, auch einen Off-Label-Use, also die zulassungsüberschreitende Anwendung von Medikamenten, in Betracht zu ziehen. Hier ist ein Off-Label-Therapieantrag beim Kostenträger erforderlich.1
  • Biologika zur Hemmung der entzündlichen Hautprozesse bei Erwachsenen haben sich sehr bewährt. Auch bei pädiatrischer Psoriasis gibt es mittlerweile zunehmend mehr Zulassungen.4

 

Begleitende Maßnahmen

Neben der medikamentösen Therapie sollten – wo möglich – begleitende Maßnahmen die Gesamtlebenssituation der Patienten verbessern. Dazu zählen die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung, die Berücksichtigung der Situation von Geschwisterkindern und die Strategie- und Kompetenzentwicklung für den lebenslangen Umgang mit der Krankheit. Gleichzeitig sollten Selbstständigkeit und Selbstvertrauen gefördert werden.3

In den Artikeln dieser Rubrik finden Fachärzte der Dermatologie und aller anderen Facharztrichtungen interessante Informationen und Neuigkeiten zum Krankheitsbild Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen.

Außerdem sind umfangreiche Informationen zur Medikation sowie weitere Download-Materialien für Ärzte und Patienten abrufbar.

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Referenzen

  1. AWMF-S2k-Leitlinie (013–094). Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-094l_S2k_Therapie-Psori...
  2. Leitlinienimplementierungshilfe. S2k-Leitlinie „Therapie der Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen“. https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/013_D_Dermatologis...
  3. Sticherling M, Augustin M, Boehncke W-H, Christophers E et al. Therapie der Psoriasis im Kinder- und Jugendalter – ein deutscher Experten-Konsens. JDDG 2011; 9: 815–824.
  4. CAIN457A2310/NCT02471144, https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02471144 „Pediatric Study in Children and Adolescents With Severe Plaque Psoriasis“.
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