Lokale und systemische Therapien einer Psoriasis vulgaris

Zur Behandlung einer Psoriasis vulgaris, auch Plaque-Psoriasis genannt, stehem eine Vielzahl an Wirkstoffen zur Auswahl. Bei leichten Erkrankungen reichen in der Regel lokal wirksame Mittel aus, bei mittlerer bis schwerer Ausprägung kommen systemische Therapien hinzu. Da manche Substanzen gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen können, sollte der behandelnde Arzt eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Analyse aufstellen. Biologika gelten als Bereicherung der therapeutischen Möglichkeiten, da sie selektiv am Pathomechanismus der Psoriasis vulgaris ansetzen. Viele Patienten fühlen sich in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigt – die Behandlung sollte hier deutliche Verbesserungen mit sich bringen. Erfahren Sie, welche Optionen der Therapie einer Psoriasis vulgaris existieren und welche Vor- und Nachteile bestehen.
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Ziele der Psoriasis-vulgaris-Therapie

Laut der gültigen S3-Leitlinie zur Psoriasis-vulgaris-Therapie besteht das Behandlungsziel darin, eine PASI-75-Antwort, also eine mindestens 75 prozentige Reduktion des Ausgangswertes (PASI 75), zu erreichen.1 Diskutiert wird darüber hinaus über höhere Ziele wie PASI 90 oder absoluter PASI <3. Grundsätzlich ist eine interdisziplinäre Behandlung, die beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen miteinbezieht, anzustreben.

Auch Betroffene müssen gut darüber aufgeklärt sein, dass die Psoriasis eine Systemerkrankung ist, die nicht selten mit verschiedenen schwerwiegenden Komorbiditäten einhergeht.

Die Therapie der Psoriasis vulgaris ruht auf drei Säulen:

  • Lokale Therapie
  • Phototherapie
  • Systemische Therapie

 
Die Behandlung soll dabei die Schuppen ablösen, die Epidermopoese normalisieren und gegen die Entzündung vorgehen.2

Hautpflege und Lokaltherapie

Personen mit Psoriasis sollten zur Basistherapie ihre Haut regelmäßig pflegen, damit erst gar keine trockene Haut und damit ein Provokationsfaktor entsteht. Dafür eignen sich rückfettende und befeuchtende Salben, die frei von Duft- und Konservierungsstoffen sind. 

Die Lokaltherapie kann bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis ausreichend sein. Bei schwereen Fällen kommen Photo- und Systemtherapie hinzu.

Mit Calcineurin-Inhibitoren konnten bei Psoriasis gute Erfahrungen gemacht werden, auch wenn die Mittel offiziell nicht dafür zugelassen sind. Dennoch werden sie gelegentlich auch gegen Schuppenflechte verschrieben. Teer kommt hingegen nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz: Die Menge an toxischen und kanzerogenen Inhaltsstoffen ist zu hoch.

Phototherapie bei Psoriasis vulgaris

UV-Strahlen in unterschiedlichen Wellenlängen kommen vor allem bei großflächigen Hautläsionen zum Einsatz, die meisten Patienten sprechen gut auf die Behandlung an. Verschiedene Verfahren sind verfügbar, wie die

  • Licht-Bade-Therapie,
  • UV-B-Therapie,
  • Photochemotherapie (PUVA) oder
  • Lasertherapie.

Da eine Langezeitanwendung potenziell kanzerogen ist, sollte sie nur unter fachärztlicher Anleitung erfolgen.

Psoriasis vulgaris: Systemische Therapie

Systemtherapeutika sind bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Nagelpsoriasis und bei Beteiligung von besonders prominenten Lokalisationen indiziert. Der Nachteil der klassischen Wirkstoffe besteht in teilweise starken Nebenwirkungen, denn sie wirken wenig selektiv. Moderne biologische Systemtherapeutika hingegen, die als Infusion oder subkutan appliziert werden, greifen gezielt in den Pathomechanismus der Psoriasis ein. Für alle Therapien gilt: Es sollten regelmäßig Laborwerte in Bezug auf Auffälligkeiten kontrolliert werden.3

Patienten, bei denen Medikamente mit klassischen Wirkstoffen zur Psoriasis-vulgaris-Therapie nicht (mehr) wirksam sind, können von Biologika profitieren. Diese weisen ein gutes Nutzen-Risiko-Profil auf und zeigen oftmals gute Effekte.

Biologika für die Systemtherapie von Psoriasis vulgaris: TNF-Alpha-Blocker und Co.

Nicht nur für Patienten, bei denen die klassischen Wirkstoffe nicht anschlagen, sind Biologika (Biologicals) geeignet. Generell greifen Biologika spezifisch in die Prozesse des fehlregulierten Immunsystems bei Psoriasis ein und zeigen eine gute Wirksamkeit: Viele Patienten erreichen einen PASI 75, PASI 90 oder sogar PASI 100. Je nach Rezeptor lassen sich Biologicals in Gruppen unterteilen.

Alle Biologika modulieren das Immunsystem, somit besteht bei allen grundsätzlich ein erhöhtes Infektionsrisiko. Zudem können lokale Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten. Bevor eine Behandlung begonnen werden kann, müssen Erkrankungen wie Tuberkulose oder Hepatitis beim Patienten ausgeschlossen sein. Bei guter Verträglichkeit besteht die Möglichkeit, die Biologicals als Langzeittherapie anzuwenden, sowohl subkutan oder auch als Infusion.

 

 

Referenzen

  1. Nast, Alexander; Amelunxen Lasse et al.: S3-Leitlinie zur Therpaie der Psoraisis vulgaris Update 2017. AWMF Online 2017.S.6. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-001l_S3_Therapie_Psoria... (20.01.2020).
  2. Adler, Yael: Hautkrankheiten. Symptome, Therapie und Beratung. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH 2012. S.163.
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