Herzinsuffizienz – fachspezifisch und aktuell

Laut der WHO liegt eine Herzinsuffizienz (HI) vor, wenn bei einer oder beiden Herzkammern eine nachweisbare Funktionsstörung vorliegt, die zu einer verminderten körperlichen Belastbarkeit führt. Die Erkrankung kann über verschiedene Kriterien in bestimmte Kategorien eingeteilt werden. Neben der akuten und chronischen Form erfolgt die Einordnung unter anderem über die NYHA-Klassifikation sowie über den betroffenen Herzbereich. Nach aktueller Leitlinie sind zudem drei HI-Typen zu differenzieren – zusätzlich zu HFrEF (Heart Failure with reduced Ejection Fraction) und HFpEF (Heart Failure with preserved Ejection Fraction) wurde HFmrEF (Heart Failure with mid-range Ejection Fraction) zur Definition der Herzinsuffizienz hinzugefügt. Wir haben das Wichtigste hier für Sie auf den Punkt gebracht. Frischen Sie Ihr Wissen zur Herzerkrankung und aktuellen Forschungen auf.
Zur Diagnose einer Herzinsuffizienz sind mehrere Methoden nötig.
Wie lässt sich eine Herzinsuffizienz einem NYHA-Stadium zuteilen?
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Für die Behandlung einer Herzinsuffizienz stehen einige Medikamente zur Verfügung.
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Niereninsuffizienz als Folge

Patienten, die neben der Herzinsuffizienz auch an einer geschwächten Niere leiden, haben laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie eine deutlich schlechtere Lebensprognose als solche, die nur mit einer Herzinsuffizienz zu kämpfen haben.7

Nur die Hälfte aller Herzinsuffizienz-Patienten befolgt die Behandlung.
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Verschiedene Analysen und Studien zeigen, wie bestimmte Wirkstoffe helfen können.
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Klassifikation der Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz kann nach folgenden Kriterien eingeteilt werden:

  • Lokalisation: Je nachdem, welche Herzkammer betroffen ist, spricht man von einer Rechts- oder Linksherzinsuffizienz. Die Rechtsherzinsuffizienz ist gekennzeichnet durch eine geschwächte rechte Herzkammer, die einen Rückstau des Blutes im Körper verursacht. Mit der Zeit kann ein Cor pulmonale daraus resultieren. Die verminderte Pumpleistung bei der Linksherzinsuffizienz bringt die Entstehung einer Stauungslunge mit sich. Eine Globalinsuffizienz liegt vor, wenn beide Kammern in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Symptomatik schließt die der Links- und Rechtsherzinsuffizienz mit ein.   
  • Pathomechanismus: Die Unterscheidung erfolgt nach systolischer und diastolischer Herzinsuffizienz. Die systolische Form zeichnet sich durch eine verminderte Ejektionsfraktion aus, wohingegen die diastolische Herzinsuffizienz mit einer geringen Relaxationsfähigkeit des Ventrikels sowie einer gestörten Füllung des Ventrikels während der Diastole einhergeht. 
  • Pathophysiologie: Hierbei werden drei HI-Typen differenziert. Bei der HFpEF (Heart Failure with preserved Ejection Fraction) liegt eine Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LV-EF) von über 50 Prozent vor.  Sie ist die häufigste Form bei älteren Personen. Ist die LV-EF mäßiggradig eingeschränkt, spricht man von einer HFmrEF (Heart Failure with mid-range Ejection Fraction). Diese „Grauzone“ schließt Patienten mit einer LV-EF zwischen 40 und 50 Prozent ein.1 Ist die linksventrikuläre Ejektionsfraktion bei unter 40 Prozent, wird die Herzinsuffizienz der HFrEF (Heart Failure with reduced Ejection Fraction) zugehörig.1 
  • Verlauf: Treten Symptome wie Herzrasen, Atemnot oder stechende Brustschmerzen innerhalb kurzer Zeit (mehrerer Stunden) auf, handelt es sich (möglicherweise) um eine akute Herzinsuffizienz. Folgen wie ein Herzinfarkt können entstehen. Im Gegensatz dazu steht die chronische Form, die sich schleichend im Verlauf von Monaten bis hin zu Jahren bildet. 
  • Schweregrad: Eine Herzinsuffizienz kann mittels der NYHA-Kriterien eingeteilt werden. In welcher NYHA-Stufe sich der Patient befindet, entscheidet zum einen die Einschränkung der Belastbarkeit, zum anderen wann – also ob in Ruhe oder bei Anstrengung – die Symptomatik auftritt. 

 

Je stärker die Leistung des Patienten eingeschränkt ist, desto höher fällt der Schweregrad der Herzinsuffizienz aus. 

 

Die Ursachen und Risikofaktoren einer Herzinsuffizienz

Die Ursachen einer verminderten Pumpleistung bei Herzinsuffizienz sind verschieden:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Kardiomyopathien (CMP)
  • chronische Hypertonie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Tachykardien oder Brachykardien
  • Herzklappenerkrankungen
  • entzündliche Herzerkrankungen

 

Alkohol steht ebenso im Zusammenhang mit der Entstehung einer Herzinsuffizienz. Die alkoholische Kardiomyopathie tritt bei einem Fünftel der Patienten mit Herzinsuffizienz und ohne Herzinfarkt auf.2  Dabei soll ein Alkoholkonsum von über 90 Milligramm reinem Alkohol pro Tag in einem Zeitraum von über fünf Jahren eine alkoholische Kardiomyopathie auslösen.3  Der Mechanismus: Als Abbauprodukt des Ethanols führt Acetaldehyd zur Produktion von freien Sauerstoffradikalen im Herzen. Sie zerstören die Mitochondrien in den Kardiomyozyten, was wiederum zur Apoptose der Zellen führt. Auf Dauer kann sich daraus eine chronische Herzinsuffizienz entwickeln.4  

Zu den Risikofaktoren, die kardiovaskuläre Ereignisse wie eine Herzinsuffizienz negativ beeinflussen können, zählen unter anderem:

  • ungesunde Ernährung mit vielen tierischen Fetten
  • mangelnde Bewegung
  • Adipositas
  • Rauchen
  • erhöhtes LDL-Cholesterin

 

Auch psychosoziale Aspekte dürfen in Bezug auf die Entstehung einer Herzinsuffizienz nicht vernachlässigt werden. So gehen schlechte häusliche Verhältnisse, ein niedriger Verdienst und eine mangelnde Schulausbildung mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher.

 

Die Symptome einer Herzinsuffizienz

Die Beschwerden unterscheiden sich je nachdem, ob der Patient an einer Links- oder Rechtsherzinsuffizienz leidet. Betrifft die Erkrankung die linke Herzseite, treten in der Regel folgende Symptome auf:

  • Dyspnoe zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe und paroxysmale nächtliche Dyspnoe
  • Schwäche, Müdigkeit und Lethargie
  • Asthma cardiale (kardialer Husten vor allem nachts)
  • rasselnde, pfeifende Geräusche beim Atmen
  • Schwindel
  • Palpitation

 

Ebenso ist ein Pleuraerguss möglich, wenn eine Herzinsuffizienz der linken Herzseite vorliegt. 
Die Rechtsherzinsuffizienz ist oft Folge der Linksherzinsuffizienz und geht dagegen meist mit Ödemen einher. Die Flüssigkeitsretention in Beinen und Bauch kann zu einer Gewichtszunahme führen. Häufiges nächtliches Wasserlassen sowie Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit sind weitere mögliche Symptome.

 

Komorbiditäten bei Herzinsuffizienz

Patienten mit einer Herzinsuffizienz leiden im Normalfall sehr häufig an Komorbiditäten. So tritt bei circa 50 Prozent der Fälle zusätzlich eine Niereninsuffizienz, bei 30 Prozent eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und bei anderen 30 Prozent ein Diabetes mellitus auf.6  Komplikationen, die bei einer Herzinsuffizienz ebenfalls möglicherweise vorkommen, sind ein Eisenmangel oder eine Anämie.

 

Diese Diagnosemöglichkeiten der Herzinsuffizienz gibt es

Um die Diagnose Herzinsuffizienz zu stellen, stehen verschiedene Verfahren zur körperlichen Untersuchung auf dem Plan: 

  • Bestimmung des Jugularvenendrucks
  • Ermittlung, ob ein dritter Herzton vorliegt
  • Test auf pulmonale Herzgeräusche
  • Prüfen von Tachykardie mit einer Herzfrequenz von über 90 bis 100 Schlägen pro Minute
  • Erkennen von Ödemen an Knöcheln und Unterschenkeln

 

Im weiteren Verlauf muss eine Ursachendiagnostik stattfinden. Zur Feststellung koronarer Herzkrankheiten können eine Stress-Echokardiographie, Koronarangiographie sowie ein Belastungs-EKG oder Kardio-MRT erfolgen. Herzklappenerkrankungen und Kardiomyopathien werden ebenso mittels einer Echokardiographie diagnostiziert. Bei einer Kardiomyopathie ist eventuell zusätzlich eine Myokardbiopsie nötig. Zudem müssen mögliche Folgeerkrankungen in die Diagnostik einbezogen werden. 

 

Therapie der Herzinsuffizienz

Als Therapie einer Herzinsuffizienz sind verschiedene Ansätze sinnvoll. Die nicht-medikamentöse Therapie soll in erster Linie die Last des Herzens reduzieren. Darunter fallen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, geringere Flüssigkeitszufuhr, körperliche Bewegung, die im Rahmen der Herzinsuffizienz durchführbar ist, sowie eine limitierte Einnahme von Suchtmitteln wie Alkohol und Nikotin. 
Die Behandlung mit Arzneimitteln hängt stark von der jeweiligen Ursache und den Folgeerkrankungen der Herzinsuffizienz ab. Außerdem wird die NYHA-Einstufung meist mit einbezogen. Neprilysin-Inhibitoren können bei persistierenden Symptomen und einer Ejektionsfraktion von unter 40 Prozent verschrieben werden. ACE-Hemmer, Aldosteronantagonisten oder Betarezeptorenblocker sind nur Beispiele, die zusätzlich bei Patienten Einsatz finden.  

 

 

Referenzen

  1. Laufs, U., u.a. (2017). Kommentar zu den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zur Diagnostik und Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz. Der Kardiologe, 11(3), 183-192.
  2.  Ärztezeitung: Kardiomyopathie – Wie Alkohol das Herz schädigt. URL: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Wie-Alkohol-das-Herz-schaedigt-2965... (03.12.2019).
  3.  Dr. Rosenberg M., Frey N. Alkoholische Kardiomyopathie. In: Der Kardiologe (2010) Springer Medizin Verlag GmbH-
  4.  Ebd.
  5.  Schuler G.C., Koenig, W. Adams, V., Gohlke, H. Kommentar zu den neuen Leitlinien (2012) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zur kardiovaskulären Prävention.
  6.   von Haehling, S., Hasenfuß, G. Internist (2018) Springer Medizin Verlag GmbH (59) S. 413. URL: https://doi.org/10.1007/s00108-018-0420-7
  7.   Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.German Cardiac Society: Herzpatienten mit Nierenproblemen haben schlechte Aussichten. URL: https://dgk.org/pressemitteilungen/2012-herbsttagung/2012-ht-aktuelle-pm... (03.12.2019). 
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